Teresa von Ávila

Die Hartnäckige

Von einer „Heilerin“ körperlich ruiniert sah Teresa von Ávila 1554 eine Darstellung des leidenden Christus und wurde dadurch so angerührt, dass sie damit zu ihrer „endgültigen Bekehrung“ fand. In radikaler Selbstaufgabe wollte sie künftig nur noch in Christus leben. Also gründete sie ein eigenes Kloster, das der Unbeschuhten Karmelitinnen. Der ersten folgten noch 16 weitere Klostergründungen, in Zusammenarbeit mit dem Mystiker Johannes vom Kreuz insgesamt 32. Teresa von Ávila war eine kluge Frau, hartnäckig im Verhandeln, mutig auf gefährlichen Reisen und unauslotbar in ihren geistlichen Einsichten.


Teresa-Veranstaltungen

28. März Samstag

Thementag
Teresa von Avila
Genügt uns Gott
wirklich?

Prof. Dr. Joachim Valentin
Haus am Dom
9.15-17.00 Uhr
19; 10 Euro erm.
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31. März Dienstag

Vortrag und Nachtgebet
Teresa von Avila
Der Tod, die Liebe und der
ewige Augenblick Gottes

Ursula Albrecht T.O.Carm
Liebfrauen
19.30-21.30 Uhr
Spende erbeten
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28. März

Genügt uns Gott wirklich?
Thementag zu Schriften und Frömmigkeit der Heiligen Teresa von Ávila.

„Als würde sie jeden einzelnen Knochen zurücklassen“ - so fühlte sich Teresa von Ávila, als sie ohne Wissen ihres Vaters 1536 in das Kloster von der Menschwerdung in Ávila eintrat. Von einer „Heilerin“ körperlich ruiniert sah sie 1554 eine Darstellung des leidenden Christus und wurde dadurch so angerührt, dass sie damit zu ihrer „endgültigen Bekehrung“ fand. In radikaler Selbstaufgabe wollte sie künftig nur noch in Christus leben.

Teresa von Ávila gründete 17 Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen und hinterließ ein pastorales und theologisches Werk, in dem sie uns als kluge Frau entgegentritt, hartnäckig im Verhandeln, mutig auf gefährlichen Reisen und unauslotbar in ihren geistlichen Einsichten. Vor allem ihr Wort „Gott allein genügt“ ist im kollektiven Gedächtnis verankert.

Aber was sagt sie uns heute? Was heißt es, sie als Heilige zu verehren oder sich ihrem geistlichen Wort anzuvertrauen? Wir begeben uns auf Spurensuche. Und Sie sind herzlich eingeladen.

Mit Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor Haus am Dom

Programmablauf 28. März 2009

09:15 Uhr - Anmeldung, Stehkaffee
09:45 Uhr - Begrüßung
10:00 Uhr - Die Seele des Gerechten ist ein Paradies, in dem der Herr seine Lust hat. Spirituelle Grundlinien in Leben und Werk Teresas von Ávila - Vortrag mit Diskussion P. DDr. Michael Plattig, O.Carm, Prof. für Theologie der Spiritualität an der PTH Münster
11:30 Uhr - Pause
11:45 Uhr - Textarbeit zum Thema
12:30 Uhr - Mittagessen
13:30 Uhr - „Verweilen beim Freund“ - Mittagsgebet in der Schule Teresas
14:00 Uhr - „Teresas mystischer Leib - Körperphantasien und Gottesphantasien einer Kirchenlehrerin“ - Dr. Bernhard Teuber, Prof. für Romanische Philologie an der LMU München
15:30 Uhr - Kaffeepause
16:00 Uhr - Textarbeit zum Thema
17:00 Uhr - Ende der Tagung
18:00 Uhr - Gottesdienst im Bartholomäusdom


31. März

Dieser Vortrag handelt vom Offenbar werden des Heiligen, und vom verborgenen Heiligen in uns.
Er handelt vom Ja, vom Abgrund in der Unbedingtheit, von Selbsterkenntnis und Gotteserfahrung.
Er handelt vom Schmerz der Liebe, und vom Sterben im Dreifaltig-Einen-Gott.

Ursula Albrecht ist Karmelitin im Dritten Orden des Karmel. (T.O.Carm), geboren in Amberg/Oberpfalz, Schauspielausbildung in München. Engagements an den Städtischen Bühnen Augsburg und an den Kammerspielen in München. Gesangsausbildung bei B.Gillette in München. Von 1990-2007 Lehrauftrag für szenischen Grundunterricht, szenische Improvisation und Sprecherziehung an der Hochschule für Musik Köln. 1993 Gründung des MUSIKTHEATERKOELN. Regisseurin. Von 2004-2007 Lehrauftrag für angewandte Rhetorik am Collegium Albertinum, dem Erzbischöflichen Theologenkonvikt in Bonn.